Windräder werden zur Energieerzeugung gebaut, aber unter dem Meer begannen sie, etwas zu „produzieren”, was niemand erwartet hatte.

Es wird immer deutlicher, dass die Umstellung auf erneuerbare und nachhaltige Energiequellen für die Zukunft unseres Planeten von entscheidender Bedeutung ist. Es gibt verschiedene Quellen, aus denen die Energie zum Heizen unserer Häuser oder zur Beleuchtung unserer Straßen gewonnen werden kann.

Eine der am weitesten verbreiteten Methoden ist der Einsatz von Windkraftanlagen, typischerweise Windräder, die in vielen Fällen auf See installiert werden. Dies geschieht vor allem, um stärkere, konstante und stabilere Winde zu nutzen, die viel mehr Energie erzeugen als an Land.

Durch die Lage auf hoher See wird Platzmangel vermieden, die visuelle und akustische Belastung reduziert und die Installation großer Anlagen zur Maximierung der Stromproduktion ermöglicht. Aber das sind nicht die einzigen Vorteile. Wie eine Gruppe niederländischer Techniker bei der Überprüfung des Zustands der Anlage im Rahmen des von RWE und TotalEnergies entwickelten Projekts OranjeWind festgestellt hat, produzieren diese Windräder mehr als nur saubere Energie.

Das liegt daran, dass sie sogenannte Reef Cubes (Riffwürfel) um die Fundamente der Turbinen herum installiert haben, nicht nur, um diese zu stützen, sondern auch, um den Meeresboden dieses Lebensraums zu verändern. Im Laufe der Monate, ja sogar Jahre, begannen Fische, Austern und andere Meereslebewesen, diese Energieinfrastrukturen in lebende Umgebungen ähnlich wie Riffe zu verwandeln.

Was als Projekt für saubere Energie begann, trägt nun still und leise zur Erholung der Meere bei. In der Nordsee reduziert erneuerbare Energie nicht nur Emissionen, sondern zeigt auch, dass saubere Energie mit dem richtigen Design dazu beitragen kann, Leben zurückzubringen.