Das alte, ungenutzte Grundstück wurde in einen Gemeinschaftsraum umgewandelt, in dem Obstbäume wachsen und der allen Einwohnern als Erholungsgebiet dient.
Die Familie Éprichard schenkte das landwirtschaftliche Grundstück in Clussais-la-Pommeraie, einer kleinen Gemeinde mit 560 Einwohnern im Westen Frankreichs, unter mehreren Bedingungen: dass es in einen Garten mit bestimmten Obstbaumsorten umgewandelt wird und vor allem, dass die gesamte Gemeinde es nutzen kann, d. h. dass es ein gemeinsamer Raum für alle ist. Für die Gemeinde bedeutet diese Schenkung eine große finanzielle Verpflichtung.
Als dieses Angebot Bürgermeister Étienne Fouché erreichte, lehnte er es zunächst ab, entschied sich aber nach reiflicher Überlegung, die Herausforderung anzunehmen und dieses unbenutzte Feld in einen Gemeinschaftsgarten zu verwandeln, der kostenlos zugänglich sein soll. Das Ganze würde 8500 Pfund kosten.
Sie sind sich bewusst, dass dies ein langwieriger Prozess sein wird: „Jetzt lassen wir sie wachsen, beobachten, ob keine Krankheiten auftreten, pflegen den Boden, und dann kommen die Menschen, um ihre Äpfel auszuwählen, damit sie daraus Marmelade kochen oder sie in Scheiben geschnitten essen können“, sagt der Bürgermeister. Der Obstgarten wird auch ein Ort sein, an dem man den Tag verbringen kann: „Hier wird es einen Erholungsbereich geben, und ich hoffe, dass die Menschen diesen Ort respektieren werden“, fügt er hinzu.

Fünfzig Obstbäume
Das Projekt ist bereits in der Umsetzung, und wo früher nur Leere war, wachsen jetzt etwa fünfzig Obstbäume. Im Laufe des Jahres wollen sie fast hundert Obstbäume pflanzen, sowie Blumen, blühende Bäume und eine Hecke, die diesen Ort schützen und gestalten wird.
Obwohl der Raum bereits Gestalt annimmt, wird dieser Garten viel Zeit in Anspruch nehmen, da es etwa vier Jahre dauern wird, bis die ersten Ernten eingebracht werden können.
Trotzdem sind die Bewohner sehr begeistert: „Es ist schön, dass wir dies mit allen Dorfbewohnern teilen können“, sagte einer der Bewohner. „Es ist schön, dass wir manchmal Marmelade kochen und Obst direkt vom Baum essen können“, fügte er hinzu.
Die Familie Éprichard sagte, dies sei „ein Geschenk an die Gemeinde unserer Kindheit“. Als Zeichen der Dankbarkeit für dieses Geschenk wollten sie im Obstgarten ein Schild mit ihrem Nachnamen anbringen.
